Badeunfälle bei Nichtschwimmern in Österreich
In Österreich ereignen sich jährlich zwischen 22 und 47 tödliche Badeunfälle, wobei Kinder besonders gefährdet sind. Ertrinken ist bei Kindern die zweithäufigste unfallbedingte Todesursache.
Aktuelle Studien des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) zeigen, dass etwa 8 % der österreichischen Bevölkerung ab fünf Jahren nicht schwimmen können, was rund 670.000 Personen entspricht. Besonders alarmierend ist, dass etwa 134.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 19 Jahren keine Schwimmkenntnisse besitzen, weitere 93.000 verfügen nur über sehr schlechte Schwimmfähigkeiten .
Die Corona-Pandemie hat die Situation verschärft: In den letzten zwölf Monaten fielen rund 4,2 Millionen Schwimmstunden aus, was die Schwimmausbildung erheblich beeinträchtigte .
Ein tragisches Beispiel ist der Fall eines 26-jährigen Nichtschwimmers, der im Attersee ertrank, als er versuchte, zu einem Boot zu schwimmen. Seine Freunde konnten ihm nicht helfen, da sie ebenfalls nicht schwimmen konnten. Gerade deshalb ist es so wichtig, auch im Erwachsenenalter mit dem Schwimmtraining beginnen zu können. Schau dir dazu mal deine Möglichkeiten an.
Forderungen und Prävention
Das KFV fordert verstärkte Maßnahmen, um jedem Kind in Österreich das Schwimmen als Überlebenstechnik zugänglich zu machen. Dazu gehören unbürokratische Zugänge zu Wasserflächen, Bädern und die Unterstützung der Schulen bei der verstärkten Schulschwimmausbildung KFV - Kuratorium für Verkehrssicherheit.
Sicherheitstipps:
- Kleinkinder müssen in und in der Nähe von Gewässern immer in unmittelbarer Reichweite beaufsichtigt werden.
- Achten Sie besonders bei Feiern und Festen darauf, dass immer eine definierte Person für die direkte Beaufsichtigung der Kinder zuständig ist.
- Auch kleinen Kindern kann man lernen, sich beim „in das Wasser schauen“ auf den Bauch zu legen, um das Risiko ungewollt das Gleichgewicht zu verlieren, zu reduzieren.
- Kleiden Sie Kinder in gut sichtbaren Farben – im schlimmsten Fall können Kinder unter Wasser so schneller aufgefunden werden.
- Sichern Sie Pools, Biotope und Schwimmteiche mit einem Zaun mit einer selbstschließenden Tür, um den direkten Zugang zum Wasser zu verhindern.
Diese Maßnahmen können dazu beitragen, Badeunfälle zu verhindern und die Sicherheit in und um Gewässer zu erhöhen.

Die häufigsten Ängste vor dem Wasser
Du willst schwimmen lernen, aber allein der Gedanke an tiefes Wasser macht dir Bauchweh? Keine Sorge – du bist damit absolut nicht allein! Viele Menschen haben Respekt oder sogar Angst vor Wasser, auch wenn sie das oft nicht offen sagen. Manchmal liegt es an schlechten Erfahrungen aus der Kindheit, manchmal an fehlender Übung oder einfach an dem Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, wenn der Boden unter den Füßen fehlt.
Aber das Gute ist: Wasserangst lässt sich überwinden – und zwar ganz in deinem Tempo. Mit ein bisschen Geduld, Vertrauen in dich selbst und den richtigen Methoden kannst du deine Ängste nach und nach abbauen. Ob im Hallenbad, im Freibad oder an einem der vielen schönen Badeseen in Österreich: Der erste Schritt ist, sich überhaupt mit dem Wasser vertraut zu machen – ganz ohne Druck. Schon einfache Dinge wie Wassergewöhnung, Atemübungen oder das Schweben auf dem Rücken können dir helfen, mehr Sicherheit zu gewinnen.
Und das Beste: Du musst diesen Weg nicht allein gehen. Es gibt Trainer:innen und Kurse, die genau auf Menschen mit Wasserangst spezialisiert sind – zum Beispiel bei Superprof.
1. Angst vor tiefem Wasser
„Was, wenn ich nicht mehr stehen kann?“ – dieser Gedanke macht vielen zu schaffen. Besonders in Badeseen oder im Schwimmbad ohne Boden unter den Füßen fühlt man sich schnell unsicher.
Tipp: Starte in flachem Wasser, wo du jederzeit stehen kannst. Schwimme langsam Richtung Tiefe, aber immer mit einer sicheren Zone in der Nähe. Und: Die Schwimmhilfen Schwimmnudel oder Weste geben dir extra Sicherheit!
Typische Anzeichen:
- Herzklopfen beim Gedanken an tiefe Becken oder Seen
- Vermeidung von Wasserbereichen ohne Bodenkontakt
- Krampfhaftes Festhalten am Beckenrand
Warum entsteht diese Angst?
Oft steckt ein Kontrollverlust-Gefühl dahinter. Das fehlende „Standgefühl“ verunsichert – besonders bei Menschen, die sich im Wasser nicht sicher fühlen.
Lösungen & Unterstützung:
- Spezialisierte Schwimmtrainer:innen für Erwachsene, z. B. von der Wasserrettung Österreich oder privaten Schwimmschulen
- Kurse mit Fokus auf Angstbewältigung, z. B. „Schwimmen lernen ohne Stress“
- In schweren Fällen: Psychologische Unterstützung durch Verhaltenstherapie oder Sportpsychologie
2. Angst vor dem Untertauchen
Viele haben ein ungutes Gefühl dabei, den Kopf unter Wasser zu stecken – sei es aus Panik, keine Luft zu bekommen, oder wegen schlechter Erfahrungen aus der Kindheit.
Tipp: Übe zuerst das Ausatmen ins Wasser – z. B. beim Pusten ins Becken. Dann steigere dich langsam: Gesicht ins Wasser, dann Kopf ganz rein. In deinem Tempo, ohne Druck!
Ein Schwimmkurs für Erwachsene macht auch große Erstschwimmer zu Wasserratten!
Typische Anzeichen:
- Panik beim Spritzen ins Gesicht
- Atemnotgefühl beim Versuch, den Kopf unter Wasser zu nehmen
- Vermeidung von Tauchübungen
Warum entsteht diese Angst?
Häufige Ursache: Schlechte Erfahrungen in der Kindheit – etwa Wasser in der Nase oder ein „verschluckter Moment“. Es kann aber auch mit genereller Atemkontrolle oder Klaustrophobie zusammenhängen.
Lösungen & Unterstützung:
- Schrittweise Wassergewöhnung mit speziellen Übungen (z. B. durch zertifizierte Kinderschwimmtrainer:innen)
- Training mit Hilfsmitteln (z. B. Taucherbrille, Nasenklammer)
- Begleitende Gespräche mit einem Kinderpsychologen oder Coach für Ängste, wenn es sehr tief sitzt
3. Angst vor Fischen, Pflanzen & Co. im See
Du willst im Sommer in den See, aber allein der Gedanke an etwas, das an deinem Bein „kitzelt“, lässt dich zurück an den Steg kraxeln?
Tipp: Geh erstmal mit Wasserschuhen ins Wasser – das gibt ein besseres Gefühl. Außerdem: Meist sind es nur harmlose Pflanzen oder kleine Fische. Wenn du im klaren, flachen Bereich bleibst, ist das kein Problem!
Typische Anzeichen:
- Ekel oder Panik, wenn etwas „am Bein streift“
- Vermeidung von Naturgewässern
- Starres Beobachten der Wasseroberfläche
Ein Schwimmkurs Wien Erwachsene macht auch große Erstschwimmer zu Wasserratten!
Warum entsteht diese Angst?
Unbekanntes unter der Wasseroberfläche weckt Urängste – besonders bei trübem Wasser. Viele Menschen verbinden das mit Kontrollverlust oder einer irrationalen Angst vor Tieren.
Lösungen & Unterstützung:
- Wasserschuhe und Neoprenanzüge geben ein sicheres Körpergefühl
- Üben in klaren Seen (z. B. Weissensee, Wolfgangsee)
- Spezielle Coachings für Naturwasser-Gewöhnung (z. B. Outdoor-Trainings mit Wasserpädagog:innen)
4. Angst, keine Kraft mehr zu haben
„Was, wenn ich mitten im Wasser plötzlich schlapp mache?“ – Auch das ist eine typische Sorge, vor allem bei Anfänger:innen.
Tipp: Lerne, dich auf den Rücken zu legen und zu treiben. Das entspannt total und gibt dir das Vertrauen, dass du nicht untergehst – selbst wenn du mal müde wirst.
Typische Anzeichen:
- Angst, mitten im Becken oder See zu „versagen“
- Übermäßiger Fokus auf Rettungsszenarien
- Unfähigkeit, zu entspannen oder loszulassen
Warum entsteht diese Angst?
Sie hat oft mit mangelndem Vertrauen in die eigene Schwimmfähigkeit zu tun. Häufig unterschätzt man die eigene Kondition – oder hat keine Erfahrung mit Techniken wie Rückenschwimmen oder Schweben.
Lösungen & Unterstützung:
- Kurse mit Fokus auf Selbstrettungstechniken & Energie sparen
- Schwimmtrainer:innen mit Spezialisierung auf Erwachsene mit Unsicherheiten
- Entspannungstraining (Progressive Muskelentspannung, Atemtechnik) bei Stress
5. Angst vor dem Kontrollverlust
Typische Anzeichen:
- Panikattacken oder starkes Unwohlsein beim Schwimmen
- Kontrolliertes, übervorsichtiges Verhalten im Wasser
- Rückzug bei zu viel Trubel oder neuen Situationen
Warum entsteht diese Angst?
Menschen mit dieser Angst sind oft sehr kopfgesteuert und haben ein starkes Bedürfnis nach Sicherheit. Das Element Wasser wirkt da unberechenbar – es bewegt sich, trägt oder zieht.
Lösungen & Unterstützung:
- 1:1 Schwimmcoachings mit viel Zeit und Vertrauen
- Kombination aus Schwimmkurs und psychologischer Beratung (z. B. durch auf Angst spezialisierte Therapeut:innen)
- Achtsamkeitsübungen im Wasser: Fokus auf Körpergefühl, Atmung und Loslassen
So überwindest du deine Angst – Schritt für Schritt 💪
- Akzeptieren, dass Angst okay ist – Sie ist nichts Peinliches, sondern ein Schutzmechanismus.
- Kleine Schritte machen – Du musst nicht gleich 100 Meter durchs offene Wasser kraulen.
- Mit vertrauten Personen üben – Ein:e Freund:in oder Trainer:in gibt dir Rückhalt.
- Ruhige Gewässer wählen – z. B. ein warmes Hallenbad oder ein klarer, flacher See wie der Weissensee oder der Wörthersee.
- Belohne dich! – Jeder kleine Fortschritt zählt. Gönn dir ein Eis, ein Lob oder einfach ein gutes Gefühl.
Fazit: Angst vorm Wasser? Kein Problem – du bist stärker!
Viele Menschen haben Respekt oder sogar Angst vor dem Wasser – und das ist völlig normal. Wasser ist ein starkes Element, das sich ständig bewegt und manchmal unberechenbar wirkt. Ob du schlechte Erfahrungen gemacht hast, nie richtig schwimmen gelernt hast oder einfach ein mulmiges Gefühl hast, sobald du den Boden nicht mehr spürst – du bist mit dieser Angst nicht allein.
Wichtig ist: Du musst dich deiner Angst nicht wie ein Haudegen im Actionfilm stellen. Es geht nicht darum, möglichst schnell ins tiefe Wasser zu springen und alles zu „überwinden“. Viel besser ist es, dir Zeit zu lassen, deinen eigenen Weg zu finden und kleine Erfolge zu feiern. Jeder Fortschritt – sei er noch so klein – zählt. Vielleicht ist es erst mal nur das Gesicht ins Wasser zu halten oder ein paar Schritte im seichten See zu wagen. Und das ist absolut okay.
In Österreich hast du zum Glück richtig gute Bedingungen, um angstfrei schwimmen zu lernen. Ruhige Seen mit flachem Ufer, warme Hallenbäder mit guter Sicht und Trainer:innen, die dich geduldig begleiten – das alles hilft dir, Vertrauen aufzubauen. Es gibt sogar spezielle Schwimmkurse für Erwachsene mit Wasserangst oder Trainer:innen, die sich auf sanftes Wassertraining spezialisiert haben. Wie lange es dauert, bis du dich sicher im Wasser fühlst, kommt auf dich an. Hier findest du einen übersichtlichen Zeitplan fürs Schwimmen lernen, der dir bei deiner Orientierung helfen kann.
Erlaube dir, vorsichtig zu sein – und gleichzeitig mutig. Denn wer sich seiner Angst stellt, auch langsam und leise, ist mutiger als viele denken. Und wenn du dranbleibst, wirst du vielleicht irgendwann merken: Wasser kann richtig Spaß machen. Es kann Freiheit bedeuten, Leichtigkeit, sogar ein kleines Abenteuer. Und genau das hast du verdient. 💙
Deine Ängste überwinden mit Superprof
Mit Superprof kannst du deine Angst vor dem Wasser ganz in deinem Tempo angehen – und zwar mit individueller Unterstützung. Viele unserer Schwimmtrainer:innen in Österreich sind auf Anfänger:innen und ängstliche Schwimmer:innen spezialisiert. Wir haben dir in unserem Guide für Anfänger alle Informationen zusammengestellt, die du brauchst, um noch heute mit deinem Schwimmtraining zu beginnen. Ob du lieber im Hallenbad startest, am ruhigen See übst oder Schritt für Schritt das Untertauchen lernst – du entscheidest, wie’s läuft. Unsere Lehrer:innen gehen auf deine Bedürfnisse ein, nehmen sich Zeit und schaffen eine entspannte Lernatmosphäre. So kannst du Vertrauen ins Wasser aufbauen und Schritt für Schritt sicher schwimmen lernen – ganz ohne Druck, dafür mit viel Verständnis. 🏊♂️💪








