"Geduld kann auch ein Marathon sein." - Klaus Seibold
Bald sind die Ferien vorbei und die Schule fängt wieder an. Doch was erwartet die Schüler und Schülerinnen dieses Jahr? In diesem Beitrag erhältst du alle wichtigen Informationen zu der für Österreich geplanten Covid-Verordnung zum Schulstart im Herbst.
Um es schon einmal vorwegzuschicken: Dieses Jahr findet wieder laufend Präsenzunterricht für die Schüler und Schülerinnen statt. Insgesamt ist für das kommende Schuljahr eine Annäherung an die Normalität geplant. Dass es nicht mehr so weitergehen soll wie letztes Jahr - darin sind sich wohl alle einig.
Das letzte Jahr war hart und ist an keinem spurlos vorübergezogen. Und weiterhin ist Geduld und Durchhaltevermögen gefragt. Da hilft es auf jeden Fall, wenn man sich auf das Kommende vorbereitet. Damit die Schüler und Schülerinnen gut durch das Schuljahr kommen, haben wir in diesem Beitrag auch einige Tipps für dich parat.
Welche Regelungen sind geplant?
Das Schuljahr startet wieder mit einigen Regelungen - insbesondere wird intensiv getestet. Begleitend dazu sind einige Maßnahmen geplant, die dabei helfen sollen, den Verlauf des Infektionsgeschehens zu beobachten, um gegebenenfalls möglichst rasch reagieren zu können und die Regelungen im weiteren Verlauf des Schuljahrs stetig anzupassen. Kürzlich wurde zudem ein Modell erstellt, das die Vorgehensweise anhand unterschiedlicher Sicherheitsstufen vorgibt. Genaue Informationen dazu erhälst du im nächsten Abschnitt.

Laut Heinz Faßmann, dem Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung, ist ein "4 Punkte - Plan" vorgesehen. Inhalt dieser Strategie sind die folgenden Maßnahmen:
- Sicherheitsphase
Für die ersten 3 Schulwochen ist geplant, dass sich alle 3 mal pro Woche testen lassen. Zum Einsatz kommen PCR - und Antigentests. Die Tests werden im "Ninjapass" vermerkt - dieser kann dann auch für Freizeitaktivitäten wie zum Beispiel Restaurantbesuche vorgezeigt werden. Während des Unterrichts sind keine Masken vorgeschrieben, außerhalb der Klassen jedoch schon. Je nachdem, wie sich das Infektionsgeschehen entwickelt, wird über das weitere Vorgehen entschieden. Ob nach der Sicherheitsphase das regelmäßige Testen für ungeimpfte Schüler und Schülerinnen fortgeführt wird, richtet sich nach den Sicherheitsstufen. Geplant ist jedoch, dass die geimpften nach der Sicherheitsphase nicht mehr auf Corona getestet werden. - Frühwarnsystem
Mit Hilfe von Abwasseranalysen soll bereits frühzeitig festgestellt werden, inwieweit das Infektionsrisiko in den verschiedenen Regionen erhöht ist. Wird ein bestimmter Schwellenwert erreicht, dann wird die betreffende Region gewarnt und kann daraufhin Regelungen wie zum Beispiel verstärkte Testungen auf Covid oder eine Maskenpflicht einleiten. Ergänzend zu den Abwasseruntersuchungen werden laufend PCR-Tests an 300 ausgewählten Schulen durchgeführt. Ergibt sich hier ein steigendes Infektionsrisiko, dann werden Einzeltestungen an den Schülern und Schülerinnen durchgeführt. Denkbar sind auch vereinzelte Schließungen von Schulen bei hohen Infektionszahlen. - Raumluftreiniger
Als ergänzende Maßnahme wird der Hygieneplan durch Luftreinigungsgeräte erweitert. Diese werden in Räumen, in welchen nicht oder nur schwer gelüftet werden kann, zum Einsatz kommen. Auf diese Weise soll die Verbreitung der Covid-Viren durch Aerosole gemindert werden. - Impfbusse
Zusätzlich sind ca. 30 Busse unterwegs, die die Schulstandorte anfahren und den Schülern und Schülerinnen ab 12 Jahren ein Impfangebot unterbreiten. Die Busse sind in einigen Bundesländern auch schon während der Sommerferien unterwegs und bieten Impfungen an den Sommerschulen an.
Corona: Diese 3 Sicherheitsstufen bestimmen das weitere Vorgehen
Wie bereits erwähnt wurde, werden 3 Sicherheitsstufen eingeführt, die dabei helfen sollen, eine klare und einheitliche Vorgehensweise bezüglich des weiteren Infektionsgeschehens zu schaffen. Je nach Sicherheitsstufe sind andere Regelungen geplant. Die Sicherheitsstufen richten sich nach der sogenannten risikoadjustierten 7-Tage-Inzidenz.

Das heißt: Für die Bewertung der Lage werden nicht nur die Infektionszahlen berücksichtigt, sondern auch die Anzahl der Tests und weitere Faktoren wie die Dynamik des Infektionsgeschehens und die Symptomatik der Infizierten. Auch die Aufklärungsrate (in der sich abzeichnet, bei wie vielen der Infektionen festgestellt werden konnte, wo die Ansteckung stattgefunden hat) spielt dabei eine Rolle.
- Stufe 1 (geringes Risiko) bei einer Inzidenz unter 100
Das Testen ist freiwillig und es müssen keine Masken getragen werden. Lehrer, die nicht geimpft sind, benötigen jedoch stets ein gültiges Testzertifikat - zusätzlich muss 1x wöchentlich ein PCR Test in einem externen Labor erfolgen.
- Stufe 2 (mittleres Risiko) bei einer Inzidenz von 100-199
Wie in der Sicherheitsphase auch, wird 3 mal pro Woche ein Test verlangt, einer davon soll ein PCR Test sein - betroffen sind SchülerInnen, die nicht geimpft sind. Auch die Maskenpflicht ist in dieser Sicherheitsstufe wieder vorgesehen - und zwar für alle, aber nur außerhalb der Klassen. Schulveranstaltungen dürfen nur nach einer Risikoanalyse stattfinden. Singen und Turnen ist - wenn möglich - ins Freie zu verlegen. Wenn das nicht machbar ist, dann sind Sicherheitsabstände einzuhalten. - Stufe 3 (hohes Risiko) bei einer Inzidenz ab 200
Neben den Covid-Tests müssen die Masken (von allen) ab der 9. Schulstufe auch im Unterricht getragen werden. Es dürfen keine Schulveranstaltungen stattfinden und Sprechstunden und Konferenzen sind digital abzuhalten. Für Singen und Turnen gilt dasselbe wie bei Stufe 2.
Wer letztendlich alles zu Hause in Quarantäne bleiben muss, wenn es in einer Klasse eine Ansteckung mit dem Coronavirus gab, ist nicht einheitlich geregelt. Diese Entscheidungen werden vielmehr von der jeweiligen regionalen Gesundheitsbehörde getroffen. Dabei spielt die Anzahl der Corona Fälle in der betreffenden Klasse eine Rolle. Denkbar ist, dass Geimpfte auch in einem solchen Fall weiterhin in die Schule zum Präsenzunterricht erscheinen dürfen.
Wie kann das Schuljahr erfolgreich gemeistert werden?
Das letzte Schuljahr war sehr unüblich und herausfordernd. Durch den zeitweisen Schichtbetrieb und das Distance Learning kann vielen Schülern der eine oder andere Inhalt entgangen sein und für manche kann dadurch einiges an Nachholbedarf bestehen. Zu diesem Zweck werden die Fördermaßnahmen, die im letzten Schuljahr für Schüler mit Lernrückständen eingeführt wurden, auch in diesem Jahr verfügbar sein.
Weiterhin ist es also möglich, das Angebot der Förderstunden zu nutzen. Das Förderpaket wird jedoch ab diesem Herbst in gekürzter Form weitergeführt. Aktuelles zum weiteren Vorgehen in Bezug auf die Förderungen wird das BMBWF (Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung) noch bekanntgeben.

Damit Versäumnisse aus dem letzten Jahr die diesjährigen Erfolge in der Schule nicht überschatten, gilt: Mitlernen ist das A und O. So kann ein guter Übergang in den "normalen" Schulalltag viel leichter gelingen. Durch Erledigen der Hausübungen und aufmerksames Zuhören gelingt das Lernen auch ohne viel zusätzlichen Aufwand und Extra-Zeiten zum Lernen.
Besteht darüber hinaus zusätzlicher Bedarf zu lernen, der durch die Förderstunden nicht gedeckt werden kann: Auch Nachhilfeunterricht ist eine Option. Dieser kann je nach Bedarf als regelmäßige Lernbegleitung - zum Beispiel auch in Form von Hausaufgabenbetreuung - oder als Intensivkurs erfolgen. Besonders bei großen Lücken empfiehlt sich eine individuelle Unterstützung durch Einzelunterricht, damit das Versäumte rasch aufgeholt werden kann.
Hier bei Superprof kannst du kostengünstige Nachhilfestunden in Form von Einzelunterricht buchen. Bei uns findest du private Lehrkräfte, die flexiblen und individuellen Unterricht anbieten - sowohl Präsenzunterricht als auch Onlinenachhilfe ist möglich. Auf unserer Vermittlungsplattform kannst du nach Nachhilfelehrern für sämtliche Fächer suchen und erhältst eine Übersicht über die Lehrer in deiner Gegend samt dem Preis pro Stunde. Du kannst deren Angebote auf ihren Profilen genauer vergleichen, Bewertungen ehemaliger Schüler lesen und eine erste gratis Nachhilfestunde buchen. So kannst du einfach einen Nachhilfelehrer für die Nachhilfe Innsbruck oder die Nachhilfe Wiener Neustadt finden.
Was können Eltern tun?
Für Kinder ist diese Zeit besonders herausfordernd, aber auch Eltern sind von den verschiedensten Schwierigkeiten und Sorgen betroffen. Ängste in Bezug auf das Coronavirus und die damit verbundenen Auswirkungen sind weitverbreitet und es stellt sich für viele die Frage, wie sie nun mit der Situation umgehen sollen und wie sie ihre Liebsten unterstützen können. Die Not hat dazu geführt, dass viele Eltern selbst aktiv werden möchten und nach Möglichkeiten und Alternativen suchen. Wie kann das Kind (geistig und körperlich) gesund durch diese Zeit kommen und sich bestmöglich entwickeln?

Kinder benötigen viel Halt und Zuversicht, um gut durch diese turbulenten Zeiten zu kommen. Das gibt ihnen nicht nur Kraft für das Schuljahr, sondern wirkt sich auch positiv auf das Immunsystem aus, damit es für Corona gewappnet ist. Zur Stärkung des Immunsystems gibt es auch viele andere Dinge, die man ergänzend unternehmen kann. Viel Bewegung und gesunde Ernährung sind ebenso wichtig wie Unternehmungen, die Freude bereiten.
Einige möchten ihre Kinder gar nicht mehr auf die Schulen schicken - sei es, weil sie befürchten, dass sich das Kind dort anstecken könnte, oder weil sie ihnen die Coronamaßnahmen nicht mehr zumuten möchten. Heimunterricht und andere private Unterrichtsformen sind mögliche Alternativen. Viele Bildungsinitiativen sind entstanden, und es gibt zum Beispiel auch die Möglichkeit Lerngruppen zu bilden.
Wir hoffen, dass dir der Artikel weitergeholfen hat und wünschen dir alles Gute und viel Erfolg für das kommende Schuljahr :)
Falls du gerne weitere Tipps für ein gelungenes Schuljahr erhalten möchtest, dann bleib doch noch etwas auf unserem Blog. Du findest bei uns sogar einen eigenen Beitrag speziell zum Thema Gesundheit, in welchem du erfährst, wie eine gesunde Schuljause aussehen sollte. Fragst du dich, welche Einkäuft für den Schulbeginn anstehen und wo du diese besorgen sollst? Dann könnte dich unser Beitrag Schulbedarf: Was brauche ich und wo bekomme ich es? interessieren. Tipps und Inspirationen für Eltern, für deren Kinder die Einschulung ansteht, sind hier zu finden: Schultipps: Das erste Schuljahr. Hast du die Volksschule schon hinter dir? Keine Sorge - auch Tipps zum Schulbeginn in der Unterstufe & Oberstufe (Mittelschule, AHS,...) sind bei uns zu finden.
Für Termine und allgemeine Informationen über den diesjährigen Schulstart, lies auch gerne unseren Beitrag September 2021: Schulanfang in Österreich.
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